Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem Schaf sein.
(Albert Einstein)

Klimaschutz - hohle politische Lippenbekenntnisse

Mir reichen unsere mittlerweile bis zu fünf Hochwasser pro Jahr, wochenlange Dürreperioden und auch die ein bis zwei Orkane bundesweit völlig aus - auf Rasenmähen im Dezember oder Januar verspüre ich absolut keine Lust.
Von den bei diesen "Jahrhundertereignissen" entstandenen und noch entstehenden volkswirtschaftlichen Schäden "profitieren" wir aber wenigstens alle - alleine schon durch die zwangsläufig steigenden Versicherungsprämien bzw. dadurch, dass bestimmte Schäden einfach nicht mehr versichert werden können.

Ausser dass ich selbst in Fliesswassernnähe wohne und somit jedes Hochwasser mit Unbehagen beobachte bescheren diese Umweltereignisse u.a. auch fischereiliche Probleme.

Je kälter und sauberer das Wasser desto mehr Sauerstoff kann darin gebunden werden - die Lebensgrundlage auch für alle Wasserorganismen.
Mit der prognostizierten Erwärmung der Umwelt und somit unserer Gewässer schwindet also auch der im Wasser gebundene Sauerstoff.
Ein hoher Sauerstoffgehalt
(kaltes Wasser) ist Lebensgrundlage für einige einheimische Fischarten wie z.B. die Bachforelle und die Mühlkoppe.
Aber damit nicht genug, Fischarten wie bspw. Bachforelle, Seesaibling und Rutte sind sogenannte Winterlaicher, sie pflanzen sich in der kalten Jahreszeit fort und benötigen dazu neben geeigneten Ablaichmöglichkeiten
(Stichwort Kieslaicher) die dann herrschenden niedrigen Wassertemperaturen.
Sind diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben findet auch kein Ablaichvorgang mehr statt, die Fischart ist zum Aussterben verurteilt bzw. der Bestand kann nur noch durch künstliche Erbrütung aufrecht erhalten werden - Reagenzglasfische.
Zudem sind diese Ablaichvorgänge - der Laich und die Fischbrut - ein wichtiges Glied in einer bestimmten Nahrungskette - der Grössere frisst den Kleineren.
Fällt eines dieser Glieder aus kann es zum Zusammenbruch der kompletten Nahrungskette kommen - zum Schaden des Menschen, der letztendlich am Ende vieler Nahrungsketten steht.

Dazu kommt, dass begünstigt durch die Klimaerwärmung Fisch- und andere Tierarten zuwandern und sich etablieren können, die hier nicht heimisch sind, aber als Nahrungskonkurrenten, durch aggressive Revierbehauptung, überproportionale Vermehrungsraten und eingeschleppte Krankheiten auch unsere einheimische Unterwasserwelt bedrohen.

Die Schwarzmeergrundelpopulation (Kessler- und Marmorierte Grundel) im Main ist ein schönes Beispiel für die rücksichtslosen und nachhaltigen Eingriffe des Menschen in die Natur, nicht nur indirekt über die von ihm verursachte Klimaerwärmung, hier hat er ganz direkt seine Hände im Spiel. Dummheit und Gier kennen eben keine Grenzen, alles andere interessiert nicht ...
Der Mensch verband mit dem Rhein-Main-Donau-Kanal zwei Gewässersysteme, die vorher keine direkte Verbindung hatten. Durch diese natürliche Wassergrenze
(Wasserscheide) zwischen Nord und Süd konnten sich bestimmte räumlich begrenzte Arten entwickeln.
So war das natürliche Verbreitungsgebiet des europäischen Aales
(der laicht im Westatlantik) auf die Gewässer nördlich der Donau beschränkt, südlich davon kamen natürliche Aalbestände nicht vor.
In Südbayern dagegen kommen einige Fischarten vor (z.B. Zingel, Streber, Schrätzer, Renke, Huchen) die an das Gewässersystem bzw. die Biotope der Donau gebunden sind/waren.
Nun haben also nicht nur die Lastkähne "freie Fahrt" vom Schwarzen Meer bis zur Nordsee bzw. dem Atlantik.
Den Laichräuber Aal interessiert es nicht, ob er durch das Gelege eines Zingel
(der Fisch ist streng geschützt) satt wird und die Schwarzmeergrundeln interssiert es nicht, ob sie unseren einheimischen Gründling verdrängen, sie folgen ihrem Instinkt - den Mensch als angeblich denkendes Wesen hätte es interessieren müssen.

Eine subtropische Spinne oder Schlange ist sicherlich auch früher hin und wieder mal mit einer Schiffsladung Bananen oder ähnlichem nach Deutschland gekommen. Selbst in einem guten Versteck haben sie den Hafen damals wohl nicht verlassen, denn das kühle Klima war für diese Tierchen nicht geeignet, sie verendeten.
Tigermücke und Dornfinger sind hier mittlerweile regional schon etabliert und nicht nur diese beiden "Klimaeinwanderer" werden uns vor neue Herausforderungen stellen.

Wirft man mal einen Blick über den nationalen Tellerrand hinaus so stellt man fest, dass auf dieser Welt mittlerweile Regionen "absaufen", die nichts oder kaum etwas zu dieser Klimaentwicklung beigetragen haben - weil es dort nämlich keine, oder kaum Autos und Industrie gibt, sie aber das Verhalten der sogenannten Industrienationen im wahrsten Sinne des Wortes ausbaden dürfen.
Die Australier darf man dabei natürlich nicht vergessen - die saufen nicht ab, die werden inzwischen gegrillt - ohne lästigen UV-Filter in der Atmosphäre.


Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit.
Aber beim Universum bin ich mir noch nicht sicher.
(Albert Einstein)

Der Mensch wird es in weniger als 200 Jahren geschafft haben, die weltweiten Erdöl- und Erdgasvorkommen restlos auszubeuten - welche vorher Jahrmillionen gebraucht haben, um zu entstehen. Nach wissenschaftlichen Berechnungen ist dieser Zeitpunkt in wenigen Jahrzehnten gekommen - Stichwort "Globales Ölfördermaximum".

Die meisten Menschen haben wohl immer noch nicht realisiert, dass wir auf einer Kugel wohnen, die frei im Weltall schwebt - es "läuft also nichts nach", weder Öl, frisches Wasser, Sauerstoff noch sonstiges.

Haushalten und Recycling wären also eigentlich schon lange angesagt, aber wir gehen mit unseren Ressourcen weiterhin um, als gäbe es sie zum Nulltarif. Der Preis, den wir dafür zahlen müssen, ist aber bereits festgelegt - von uns selbst !



Das Schlechte gewinnt durch die Nachahmung an Ansehen, das Gute verliert dabei.
(Friedrich Nietzsche)

Finanzen, Manager und Politiker

Zur Gewinnoptimierung ist heute jedes Mittel Recht, und genau dieses obszöne Verhalten - von Politik und Management seit Jahrzehnten vorgelebt und immer auf's Neue gesteigert - hat aus unserer Gesellschaft eine "Spass-Gesellschaft" gemacht, die heute keinerlei Rücksicht mehr kennt, weder auf Mensch, noch auf Natur.
Spass-Gesellschaft - die Mentalität, alles bis zum Letzten auszureizen und auszubeuten - für mich ein verniedlichender Begriff für hemmungslosen und rücksichtslosen Egoismus - "nach mir die Sintflut ... ".

Da werden u.a. mit Börsen-Spekulationsgeschäften auf Kosten der Ärmsten der Armen Milliardengewinne eingefahren - bspw. Weizen/Flutkatastrophe Pakistan - wo liegen die Ursachen für diese fehlende Empathie, diese gnadenlose Rücksichtslosigkeit gegenüber den Mitmenschen?
Wurden diese emotionalen Abfallstücke der menschlichen Gesellschaft unter sterilen Bedingungen im Labor mit der Flasche aufgezogen?


Wie pervers das Ganze ist, stellt sich auch an vielen Beispielen in Deutschland dar - eines der "schönsten" ist die Firma, die Milliardenumsätze macht, daraufhin tausende von Mitarbeitern entlässt und deren Aktienkurs dadurch kräftig steigt - und die, wie zur Belohnung, natürlich kräftig auf Kosten des Steuersäckels gesponsort wird. Das wird die entlassenen Mitarbeiter sicherlich freuen, vermutlich halten sie ja ein paar dieser nun im Wert gestiegenen Aktien, zu deren Anstieg sie ja im doppelten Sinne beigetragen haben ...
Von Staatsseite kann man hier z.B. die Erbschaftssteuer aufführen - wie oft wurde vererbtes Geld schon versteuert, beim Verdienen, beim Sparen, beim Investieren in die Altervorsorge in Form von Immobilien und jetzt beim Weitergeben an die Kinder - und die müssen dann gegebenenfalls später das Ererbte wieder als Gespartes versteuern.
Der kleine Steuerzahler wird förmlich ausgewrungen - Kleinvieh macht bekanntlich den meisten Mist - denn der Diätentopf des politischen Selbstbedienungsladens muss ja wohlgefüllt sein und auch die Grosskonzerne wollen gesponsort werden.
Wenn heutzutage Geld ins Spiel kommt, herrscht Zeckenmentalität und moderner Sklavenhandel, die Moral und die soziale Verantwortung bleiben auf der Strecke - und das alles ohne den Hauch eines schlechten Gewissens.

Als ich noch zur Schule ging reichte es bei einer Schulhofprügelei, wenn man den Gegner zu Boden gerungen hatte - heute wird auf den am Boden Liegenden noch eingetreten. Wo sind die natürlichen Schamgrenzen geblieben ?
Wenn es früher in einem Betrieb eine Auftragsflaute gab, dann war der Chef der Erste, der auf seine Tantiemen verzichtete - ein väterliches Vorbild - weit bevor er seinen Arbeitern den Lohn kürzte.
Wo ist dieses familiäre Verantwortungsbewusstsein für die Mitarbeiter und die soziale Identifikation mit dem Betrieb geblieben - gerade die älteren Manager der Heuschreckengeneration durften sie als Lehrbuben noch geniessen ?
"Higher, bigger, faster" hat diese "alten" Werte abgelöst - die sogenannte Führungselite kommt heutzutage trockenen Fusses durch jeden Sumpf der wirtschaftlichen Probleme - auf den Köpfen der Mitarbeiter, es reicht ja, wenn die bis zum Hals darin stecken.

Unwerte selbsternannte "Herrschaften" in Politik und Management - werdet selber erstmal wieder glaubwürdig und lebt das vor, was ihr von Volk und Mitarbeitern fordert. Wasser predigen und selber Wein saufen dient ganz sicher nicht dazu ... !

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
(Albert Einstein)

Unsere Politiker auf allen Ebenen haben anscheinend völlig vergessen, wem sie "Amt und Würden" zu verdanken haben - Bodenhaftung ist in diesem Metier meistens Fehlanzeige.
Sie sind vom Volk gewählte Vertreter mit politischer Halbwertzeit, sie sollen den Wähler (= Steuerzahler) vertreten - und nicht irgendwelche Lobbyisten.
Welcher Hund beisst schon in die Hand, die ihn füttert ? Sollte man meinen ...
Dem breiten Volk wird permanent in die Hand gebissen - die Frage stellt sich also, wer füttert da noch ... ?!

Von unseren Steuern werden unsere Volksvertreter bezahlt - und die bedienen sich kräftig aus diesem Topf.
Es
wurde und wird damit Staatsvermögen (= Steuerzahlervermögen) geschaffen, welches eben diese Leute sinnvoll zu verwalten haben - dabei mutieren biedere Handwerker, Beamte und Angestellte auf einmal zu Finanz- und Umweltexperten, der Wähler hat es so gewollt.

Es darf also nicht sein, dass unser Staatsvermögen dazu eingesetzt wird, uns und unseren Lebensraum (mithin unsere Zukunft) weiter zu gefährden oder uns anderweitig zu schaden.

Das einzige, wirklich globale Problem, das wir inzwischen alle haben, ist das Klima - alles andere, was uns als "Globalisierung" verkauft wird, dient der Gewinnmaximierung einiger Weniger - auf Kosten aller - und das Zahlungsmittel, mit dem wir "zur Kasse" gebeten werden, heisst nicht Geld ... !

Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person als auch in der Person
eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst!
(Immanuel Kant - Der kategorische Imperativ)

Mein Sohn kam im September 1985 zur Welt - im April 1986 geschah der Super-Gau von Tschernobyl, die Kernschmelze des russischen Atomkraftwerks.
Da zu diesem Zeitpunkt auch das langsame Abstillen unseres Sohnes stattfand, waren wir auf entsprechende Ergänzungsnahrung angewiesen - es war bspw. quasi kein nicht-kontaminiertes Milchpulver mehr zu bekommen, es durfte nicht mehr verkauft werden.
Dieses kontaminierte Milchpulver wurde aber nicht etwa vernichtet - nein, wir sind ja eine grosszügige Nation - dieses kontaminierte Milchpulver wurde dem schwarzen Kontinent zur Verfügung gestellt, so konnte man den "kleinen Negerlein" ja noch etwas "Gutes" tun.
In Wirklichkeit kam dieses "grosszügige Geschenk" die Industrie billiger, als wenn sie das Zeug hätte entsorgen müssen - rücksichtsloser Profit um wirklich jeden Preis !!!

Europa, Nordamerika und Australien müssen anderen Staaten die Chance geben, wirtschaftlichen Anschluss zu finden - oder sind unsere "Dritte-Welt-Läden" bereits zu einem Alibi-Wirtschaftsfaktor verkommen ?!
Dies wird nicht ohne Beeinträchtigung von Natur und Klima gehen.
Wir selbst haben uns dieses "Privileg" in den letzten Jahrzehnten einfach herausgenommen, auch auf (Klima-)Kosten der bisher wirtschaftlich benachteiligten Nationen, und es ist an der Zeit, dass wir nun zurückstecken, um diese noch anstehenden Umweltbelastungen auszugleichen und nicht noch zu erhöhen.
Wirtschaftswachstum um jeden Preis darf es bei uns nicht mehr geben - hätte es nie geben dürfen - denn erst, wenn diese bisher benachteiligten Länder den Anschluss an die Weltwirtschaft vollzogen haben, können wir mit ihnen auf Augenhöhe über Klimaschutz diskutieren. Alles andere gleicht einer wirtschaftlichen Unterjochung dieser Nationen und führt früher oder später zu militärischer und klimatischer Eskalation - Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem Anderen zu.

Eine Schraube, in unserem Fall das Klima, kann man nur bis zum Anschlag in das Gewinde drehen - dreht man weiter, reisst der Kopf ab ...

Der Gescheitere gibt nach - ein unsterbliches Wort.
Es begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Es gibt für jeden von uns mehrere Möglichkeiten, sich an der Politik aktiv zu beteiligen. Die einfachste ist die verbale Meinungsäusserung, Stellung zu aktuellen Themen zu beziehen, sei es am Stammtisch, gegenüber dem Nachbarn, im Internet oder sonstwo.
Eine weitere ist es, zur Wahl zu gehen und sogenannte Volksvertreter für ihr unsinniges Tun mit einem Kreuzchen an anderer Stelle abzustrafen - und eine dritte ist die Form einer schriftlichen Eingabe zu einem bestimmten Thema, (m)eine Petition - Klick hier

Am 12.12.2007 wurde mir die Entscheidung über meine Petition schriftlich zugestellt - hier ist sie online als PDF-Datei nachzulesen.
Da ich mit einer Ablehnung unter dieser für mich nicht nachvollziehbaren Begründung nicht einverstanden bin, habe ich von dem jedem zustehenden Recht Gebrauch gemacht und gegen diese Entscheidung am 13.12.2007 Widerspruch eingelegt - nachzulesen hier - die schriftliche Eingangsbestätigung des Deutschen Bundestages erreichte mich am 10.01.2008.

Auch mein Widerspruch wurde mit Schreiben vom 01.12.2008 abgelehnt - nachzulesen hier - mit der Begründung, dass der Bund in diesem Fall keine Möglichkeit des Eingreifens hat, da die Planungshoheit bei den Kommunen liegt.
Das heisst für mich, die Städte und Gemeinden können, zumindest was ihre Flächennutzung angeht, hemmungslos auch global umweltschädigende Entscheidungen treffen, es gibt kein Gremium das sie in die Schranken weist.

Tolle Aussichten für den globalen Klimaschutz - da sind wohl politische Schildbürger am Werk ?!

Eine weitere, für mich im Ansatz sehr sinnvolle Petition habe ich mitgezeichnet - Kraftfahrzeugsteuer: Umlegung auf den Mineralölpreis. Hier wird gefordert, dass die Kfz-Steuer abgeschafft und auf den Treibstoffpreis umgelegt wird - nach dem Verursacherprinzip "wer viel fährt, der zahlt auch viel".
Es darf nicht sein, dass Bürger, die lediglich ein zugelassenes Kfz in der Garage stehen haben diejenigen mitfinanzieren, die zum Semmelholen mit dem Auto fahren oder in der Freizeit bei Motorsportveranstaltungen den Sprit hektoliterweise durch den Auspuff jagen.
Eine solche Änderung ist allerdings nur sinnvoll, wenn die Kilometerpauschale für zwangsweise berufsbedingte Pendler, die über keinen oder einen schlechten Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel verfügen, entsprechend reformiert wird.

  • Die Kilometerpauschale-Argumentation der Städter "Dann sollen die Pendler halt zu ihrem Arbeitsplatz in die Stadt ziehen ..." lasse ich nicht gelten. Wenn alle Pendler in die Stadt zögen, dann könnten die dortigen Bewohner ihr durch den gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr gespartes Spritgeld an ihren Vermieter überweisen - der Wohnraum würde knapp und die Mieten würden steigen.
  • Die Argumentation der Landbevölkerung "Ich will aber auch mal ins Theater oder ins Kino ..." lasse ich auch nicht gelten - der Städter ist sicher an solchen Einrichtungen näher dran, dafür zahlt er auch eine höhere Miete.
    Und wer mit dem Auto aus der Stadt in die Natur will, der zahlt eben für das umgekehrte Vergnügen.
  • Den Benzol-Junkies und Motorsportfreaks kann ich nur sagen: Jeder muss seine Passion selber finanzieren können - das Einfachste wäre es, die entstehenden höheren Kosten auf die Eintrittspreise bei entsprechenden Veranstaltungen umzulegen. Für eine Ur-Aufführung oder eine besondere Inszenierung wird auch im Theater von den Besuchern gerne mehr bezahlt. Exklusiver Spass hat nun mal seinen Preis ...

    Wer die Wahrheit nicht weiß, ist ein Dummkopf.
    Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
    (Bertolt Brecht)

    Wer sich der Klimaschutz-Problematik blind verschliesst, der gehört für mich zu den "ewig Gestrigen" - und wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit - dummerweise gehen dann alle anderen mit ...



    "Ich hatte keine Lust, zur Wahl zu gehen, was soll man denn heute wählen ... ?!"
    (Anonymer Nichtwähler)

    Ein fataler Fehler, denn ...

    ... ein Thema, das von allen Parteien gerne totgeschwiegen wird, weil alle davon profitieren, ist die Wahlkampfbeihilfe.
    Die wird jeder Partei nach einer Wahl aus dem Steuersäckel gewährt, abhängig von der jeweiligen Anzahl der Stimmenabgaben.
    Schlimm genug, dass der Steuerzahler so den Wahlkampf der Parteien ohne seine Zustimmung mitfinanzieren muss.
    Richtig hinterhältig wird die Sache aber dadurch, dass auch die nicht abgegebenen Stimmen in die Wahlkampfbeihilfe mit einfliessen - diese werden prozentual der Stimmgewinne auf die einzelnen Parteien umgelegt.

    Lediglich ungültige Stimmen sind nicht "beihilfefähig", dafür sehen die Parteien keinen Cent !

    Wenn man bspw. bei einer Bundestagswahl von ca. 62 Millionen Stimmberechtigten ausgeht, deren einzelne Stimmabgabe (oder Nichtabgabe !) m.W. mit ca. 0,80 Euro/Stimme "honoriert" wird, so kann man sich leicht ausrechnen, welche immensen Kosten damit dem Steuerzahler zur Last fallen - und darin sind noch nicht einmal die dabei anfallenden Verwaltungskosten enthalten !

    Ich kann also jedem "Wahlmüden" nur dringend raten, von seinem Wahlrecht Gebrauch und ggf. den Stimmzettel ungültig zu machen, bspw., indem man den Stimmzettel komplett durchstreicht nach dem Motto "ich hab euch alle lieb ..."- der Trend sollte vom "Nichtwähler" zum "Wahlverweigerer" gehen. Da laut EAV "das Böse immer und überall ist", sollte man eine leere Abgabe des Stimmzettels möglichst vermeiden - ein gesundes Misstrauen hat noch nie geschadet.
    Auf den ungültigen Wahlscheinen gern gelesen, wie ich aus eigener Erfahrung als Wahlhelfer bzw. Wahllokalleiter weiss, werden sinn- und/oder humorvolle Fußnoten, die sich auf bestimmte Mißstände beziehen - sie lockern die ansich trockene Stimmauszählung auf.

    Kommentare könnten, themenbezogen, z.B. lauten: "Leider muss ich den Bewerbern eine Absage erteilen, keiner erfüllt das geforderte Profil - anbei erhalten Sie unfrankiert ihre Bewerbungsunterlagen zurück" oder "Wegen unzureichender Qualifikation/fehlendem Profil konnte ich ihre Bewerbung nicht berücksichtigen".

    So wird einerseits deutlich dokumentiert, dass man mit keiner der angebotenen Möglichkeiten einverstanden ist - Nichtwähler lassen immer Raum zur Spekulation, warum die Wahlbeteiligung zu gering war (zu schlechtes Wetter, zu schönes Wetter etc.) - und andererseits spart man damit dem Steuerzahler (somit sich selbst) bares Geld, was bei einem "Nicht-zur-Wahl-gehen" trotzdem den ungeliebten Parteien zugute kommen würde.

    Stell dir mal vor, alle "Mitglieder" der grössten hier existierende "Partei" - Die Nichtwähler - gehen zur Wahl und machen ihre Stimmen ungültig - das würde ein millionenschweres Vermögen im Steuersäckel lassen !

    Ich erwarte für meine Stimme eine vorausschauende, langfristig angelegte Politik für das breite Volk - und keine kurzfristigen populistischen Entscheidungen im Sinne einiger Weniger!


    Nur weil Zwei dasselbe tun muss es deswegen noch lange nicht richtig sein

    *** Zynismus-Modus ein ***
    Vielen Dank übrigens an unsere Abgeordneten im Deutschen Bundestag für die sich 2007 selbst genehmigte und redlich verdiente satte Diätenerhöhung von 9,4 % - in Selbstanerkennung ihrer eigenen Verdienste und auf Kosten des kleinen Mannes, der ist ja ohnehin gezwungen zu sparen.
    Ebenso natürlich für das neue Privileg unserer "Volkszertreter", bereits nach einem Jahr Bundestagszugehörigkeit eine Pensionsberechtigung zu erwerben, statt vorher nach acht Jahren.

    Das Leben als Abgeordneter ist eben anstrengender und aufzehrender geworden - schlaflose Nächte durch Suchen nach öffentlichen Erklärungen für das politische Versagen Anderer (ich versage nie) und gleichzeitig Problemlösungen finden: Wie ziehe ich meinem Wähler noch mehr Geld aus der Tasche, um meine Diäten nicht zu gefährden - und das Alles ohne dass er's merkt ...

    Da tut die Senkung des Versorgungsanspruches für jedes Parlamentsjahr von 3% auf 2,5 % natürlich besonders weh, genauso wie die Erhöhung der Lebensarbeitszeit von 65 auf 67 Jahre - sowas könnte man fast als unzumutbare Härte bezeichnen.
    *** Zynismus-Modus aus ***


    Wenn die Wahrheit zu schwach ist sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.
    (Bertolt Brecht)

    So manche Äusserung und manches Tun unserer Politiker deutet eine gewisse Form von Demokratieresistenz und selbstgefälligem Egoismus an, dem kann man eigentlich nur eine gewisse Form von Demokratierenitenz entgegenhalten !

    Genau dafür gibt es Wahlen und Kreuzchen auf dem Stimmzettel - auch gaaanz grosse Kreuzchen ...

    Wenn ein Drachen im Wind unkontrolliert an der Leine zieht, dann bringe ich ihn kontrolliert zum Absturz, damit er keinen Schaden anrichtet.
    Das Volk wählt und kontrolliert seine Vertreter - und nicht umgekehrt !

    Viele Leute glauben, wenn sie einen Fehler erst eingestanden haben,
    dann brauchen sie ihn nicht mehr abzulegen.
    (Marie von Ebner-Eschenbach)

    Finanzkrise November 2008 - Die Kleinen straft das Leben, den Grossen hilft der Staat

    Opel bettelt um staatlichen Beistand, weil die Amerikaner lieber mit 8 Liter Hubraum statt 80 Gramm Gehirn Auto fahren wollen, die Hypo Real Estate Bank kriegt ihn schon und andere werden folgen.
    Die Commerzbank bewirbt die abendliche Wettervorhersage mit der sinngemässen Aussage "Mit Geld kenne man sich aus ..." - wollen die uns auf den Arm nehmen, fehlt da das Schuldgefühl oder ist das einfach dummdreist ?

    Obszön hohe Managergehälter sind seitens der Unternehmen teilweise von der Steuer absetzbar, Flugbenzin wird staatlicherseits gesponsort, Subventionen hier, Subventionen da - und immer die Drohung der Unternehmen und Verbände im Hintergrund "sonst kostet es Arbeitsplätze" - ja wo sammer denn ?

    Der Benzinpreis fällt weiter, obwohl die Ölfördermengen gedrosselt wurden, die Metallpreise sacken innerhalb von Stunden in sich zusammen, als hätte man ihnen die Luft rausgelassen - kriminelle und skrupellose Gierhälse haben diese globalen Ballons künstlich aufgeblasen.

    Und der Staat soll nun für verfehlte Unternehmenspolitik und rücksichtslose Spekulanten geradestehen, für Versager ohne jegliches Moralgefühl, die ihm schon vorher das Geld dubios aus der Tasche gezogen haben - wir säugen parasitäre Erpresser an unserer Steuerzahlerbrust !

    Diese nimmersatten Gierhälse sollen mit dem wirtschaften, was sie erwirtschaftet haben - so muss es jede Familie und jeder Kleinunternehmer machen, sonst steht irgendwann nichts mehr zu essen auf dem Tisch. Wenn bei einer Hartz IV-Familie am Ende vom Geld noch einiges an Monat übrig bleibt, dann greift der Staat auch nicht helfend ein.

    Wieviele Arbeitnehmer wurden erst durch die Fehlentscheidungen von Politik und Wirtschaft zu Hartz IV'lern ?
    Wieviele Arbeitnehmer können heute trotz zwei oder drei Jobs ihre Familien finanziell nur gerade so über Wasser halten ?
    Und wieviele sogenannte "wirtschaftliche Eliten", ausgestattet mit Mega-Gehältern, durften Volksvermögen vernichten und die Hartz IV-Landschaft um weitere Schicksale bereichern, indem sie Unternehmen an die Wand fuhren - und wurden dafür mit satten Abfindungen entlohnt ?
    Und nicht genug damit, sie dürfen es anschliessend bei einem anderen Unternehmen erneut versuchen.

    Wieviele Politiker durften und dürfen weiterhin hemmungslos Steuergelder verschwenden, als wäre es Spielgeld - mit der maximalen Konsequenz, dass sie nach gescheiterter Wiederwahl mit einem Aufsichtsratsposten oder einer Stelle als Wirtschaftberater/Lobbyist "bestraft" wurden und werden ?
    Im "schlimmsten" Fall droht die Pensionierung - mit einem monatlichen Ruhegehalt, von dem eine mehrköpfige Familie monatelang entspannt leben könnte.

    Wenn einem kleinen Arbeitnehmer ein vergleichsweise schwerer Fehler unterläuft, dann steht sein Stuhl vor der Firmentür und er wird ... ? Richtig, Hartz IV'ler !

    Glücklich darf sich dagegen der kleine Mitarbeiter eines Dax-Unternehmens schätzen, wenn er ein paar Aktien der eigenen Firma hält - so profitiert er wenigstens noch von seiner eigenen Entlassung, dann werden nämlich die Aktienkurse wieder steigen. Auch eine Form von Entschädigung ...
    Können Sozialstaat-Terroristen eigentlich lebenslänglich bekommen - lebenslänglich Hartz IV meine ich ?

    Apropos Hartz IV - wissenswertes zum Namensgeber dieses Modells findet man hier ...


    Gedanken zum neuen Jahr

    Neue Presse - Leserbrief vom 31.12.2008

    Wer hilft dem normalen Steuerzahler?
    Zum Thema Wirtschaftspolitik:

    Was passiert eigentlich mit den Überproduktionen der spritfressenden Neuwagen, die jetzt massenweise auf Halde stehen, weil sie keiner mehr kaufen will - erstens weil das ökologische Bewusstsein anscheinend stärker geworden ist und zweitens weil momentan einfach die Kaufkraft fehlt ?

    Selbst wenn die Krise irgendwann überwunden ist und die Kaufkraft wieder einsetzt stehen diese Fahrzeuge bis dahin monate-, vielleicht sogar jahrelang ungenutzt herum.
    Das lange Stehen löst bei Inbetriebnahme wahrscheinlich technische Probleme aus, im Extremfall einen Motorschaden, da sich während der langen Standzeit sämtlich Betriebs- und Schmiermittel am tiefsten Punkt des jeweiligen Kreislaufes sammeln.
    Dazu ist die Technik veraltet, zum Neuwagenpreis sind die Fahrzeuge also nicht mehr zu verkaufen.

    Die Treibstoffpreise werden wieder steigen, dafür sorgen die Öl-Multis - die Klima-Temperaturen auch, dafür sorgen wir - und die überwiegende Anzahl dieser Fahrzeuge wird sich nicht mehr verkaufen lassen, sie müssen also recycled, weiterverwertet oder umgebaut werden - ein Milliardengrab.

    Wenn der Neuwagenschrott recycled wird, dann müssen die einzelnen Werkstoffe (Karosserie, Innenverkleidungen, Leitungen, Betriebsmittel etc.) getrennt werden, entstehen dadurch vielleicht zeitweise neue Arbeitsplätze wie Kfz-Deinstallateur, Karosserie-Rückbauer, Innenraum-Entkleider o.ä. ?

    Sind diese anfallenden Kosten und Verluste in den Krediten aus Steuermitteln enthalten, die der Automobilindustrie bisher zugesprochen wurden, oder wird der Steuerzahler dann erneut zur Kasse gebeten ?
    Zahlt der kleine Mann dann wieder mal die Zeche für die verfehlte Wirtschaftspolitik einiger Nieten in Nadelstreifen ?

    Wo ist als stinknormaler Steuerzahler und OttoNormalverbraucher eigentlich mein Netz, das mich auffängt bzw. mein doppelter Boden in dem ich verschwinden kann, wenn ich nicht mehr zahlungsfähig bin ?

    Justus Vogt
    Mühlgasse 8
    Ebern




    Leserbrief zu einem Artikel der Neuen Presse vom 19.02.2009

    NP 23.02.2009

    Sozialstaat verkehrt
    Zu Forderungen großer Unternehmen:

    Eigentlich unvorstellbar, dass sich der Automobilzulieferer Brose in der Position wähnt, eine stark an Erpressung erinnernde „Anmahnung“ an die Stadt Coburg zu richten – offensichtlich auch eines dieser unverschämten Unternehmen, das die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt hat.

    Ich denke da nur an die Schaeffler-Gruppe – als alle schon bis zur Brust in der Krise steckten, musste die unbedingt noch Continental übernehmen. Jetzt steht ihr das Wasser bis zum Hals, das Heulen und Zähneklappern geht los und wieder mal soll der Steuerzahler für das Missmanagement herhalten – Mithaftung durch Privatvermögen der Verantwortlichen ausgeschlossen. Diese selbsternannte Führungselite hat ihr Geld mit der Arbeit und teilweise auf Kosten der kleinen Mitarbeiter gemacht – und jetzt sollen genau die sie als Steuerzahler wieder auffangen und damit ihr Vermögen sichern ?!

    Nicht die Banken gehören verstaatlicht, sondern das Privatvermögen dieser verantwortlichen Manager, um damit die von ihnen verschuldeten Arbeitslosen finanziell aufzufangen. Und das hat nichts mit Kommunismus zu tun, sondern mit Gerechtigkeit. Gier frisst Hirn – hier muss endlich eine Zäsur her. Diese Firmen sollen den Bach runter gehen, Arbeitsplätze hin oder her, Schweden macht es uns mit der Firma Saab vor.

    Der Steuerzahler ist nicht die Melkkuh und das Ruhekissen dieser selbstgefälligen Nimmersatte, bei denen der Begriff „soziale Verantwortung“ im Sprachschatz nicht mehr vorkommt. Diese Leute sollen selbst die finanzielle Verantwortung für das von ihnen Angerichtete übernehmen und einige lobbytreue Politiker gleich mit dazu – der Staat ist keine Rückversicherungsgesellschaft für geplatzte Größenwahnträume.

    Man möge sich mal überlegen, wie viele dadurch neu hinzugekommene Hartz-IV-Familien mit den Milliardenbeträgen unterstützt, wie viele nun notwendig gewordene Berufswechsel gefördert werden könnten, die zurzeit in diese maroden Banken- und Firmenfässer ohne Boden gepumpt werden, möglicherweise auf Nimmerwiedersehen. Oder wie viele Firmengründungen mit einem gesunden Management man damit auf den Weg bringen könnte.

    Eine Investition in die arbeitswilligen und jetzt arbeitslosen Opfer des Größenwahns hat Zukunft, nicht das künstliche „am-Leben-halten“ eines moralisch debilen und finanziell heruntergewirtschafteten Konzerns, der nur darauf wartet den Laden dicht zu machen, wenn er nur erst genug staatliche Hilfe eingesackt hat.

    Justus Vogt
    Mühlgasse 8
    96106 Ebern

    Jeder ehrenamtliche Vereinsvorstand muss u.U. mit seinem Privatvermögen haften.
    Die Manager- und Politiker-Rechnung ist also so simpel wie logisch:
    Ein Managergehalt besteht zum grössten Teil aus dem Entgelt für seine übernommene Verantwortung.
    Diese Managergehälter sind für die Firmen/Konzerne steuerlich absetzbar, somit tlw. vom Steuerzahler finanziert.
    Versagen in der Verantwortung bedeutet angerichteter Schaden, somit Entlohnung für nicht erbrachte Leistung ergo Haftung.
    Dieses Versagen fand nicht von heute auf morgen statt, sondern über Jahre durch eine Folge falscher Entscheidungen.
    Somit wird das in diesen Tätigkeitsjahren angehäufte Privatvermögen mit einem Selbstbehalt von sagen wir mal 10% staatlich eingezogen, um den angerichteten Schaden zu mildern.
    Damit bleibt diesen gierigen Versagern immer noch mehr Geld zum Leben, als einer von ihnen in Hartz IV geschickten Familie.
    Mit der momentan angewandten staatlichen Subventionspraxis büssen die Opfer doppelt und dreifach, während die Verursacher ungeschoren davon kommen.


    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert !
    (Aldous Huxley)


    Was lernen wir aus all dem ?!

    - "unser" Staat hat sich zum Selbstbedienungsladen einiger Weniger entwickelt,
    - Rechtsempfinden, Treu und Glauben sind zur Phrase verkommen,

    - Obszönität ist nicht nur auf das Rotlicht-Milieu beschränkt,
    - Zecken gibt's nicht nur im Tierreich, und ...
    - proportional frisst Macht und Geld das Hirn, das Gewissen, die Moral und die Fähigkeit zur Selbstkritik !

    Geheimverträge der schwarzgelben Bundesregierung mit der Atomindustrie - ja, geht's noch?!
    Wie weit muss die ohnehin oft bürger- und damit demokratiefeindliche Politik eigentlich moralisch noch verkommen und uns auf der Wählernase herum tanzen, bis die Bürger sich endlich wehren?
    Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken - Herzlich Willkommen auf dem "Highway to hell" ...

    Und der "kleine" Bürger, wir alle sind Schuld daran:
    Würde die gesellschaftliche Basis besser filtern - in der Schule, im Beruf, bei Wahlen - dann würden solche Figuren erst garnicht hoch kommen.
    Nein, aus Bequemlichkeit machen wir sie auch noch zu Vorbildern - rücksichtsloser Gebrauch der Ellenbogen und proportional dazu fehlender Charakter suggerieren den Erfolg.
    Vorbilder, denen so ziemlich alles fehlt, was ein Vorbild ausmachen sollte - daran sollen sich unsere Kinder orientieren ... ?!

    Dezember 2010

    Endlich zeigt der Bürger mal Eigeninitiative - das eigene Schicksal selbst in die Hand nehmen und nicht den pfründesichernden Gewählten überlassen, die im Laufe der deutschen Wahljahrzehnte und pensionssichernder Legislaturperioden immer selbstgefälliger wurden und den Kontakt zu "ihrem" Volk völlig verloren haben.
    Die Politiker dienen schon längst nicht mehr dem Wähler - sie dienen den Grossen der Wirtschaft und dementsprechend wird unser Land nach Provinzfürsten- oder Feudalherrenart regiert - wer viel hat, der bekommt noch mehr dazu und wer wenig hat, dem wird auch das noch genommen.
    Nur, wer hat hier in der Bevölkerung welchen Prozentanteil - wieviele (der gefühlten) Fürsten stehen wievielen (der von ihnen gewünschten) Bauern gegenüber ?!
    Noblesse oblige, Adel verpflichtet hiess es früher einmal, ein Ehrenkodex - wer viel hat, der gibt davon etwas ab, im Sinne des sozialen Friedens.

    Verantwortlich sein bedeutet nicht nur für sich selbst, sondern auch für Andere Verantwortung zu übernehmen - der Firmeninhaber für seine Mitarbeiter, die ihm erst zum Wohlstand verhalfen und die gewählten Volksvertreter im Sinne des Wortes.
    Verantwortung - was ehemals gesellschaftlich "geadelt" hat, ist heute nur eine lästige, nein, lächerliche Floskel, es gibt ja das Sicherungsnetz des Staates und seiner Steuerzahler - siehe Finanzkrise, HRE und sonstige Finanzdilettanten - Eigenverantwortung Fehlanzeige.
    Haltlos und hemmungslos sind die heute zutreffenden Begriffe, die Prämisse dieser selbsternannten "Eliten" - und das Volk dient als Mittel zum Zweck, erinnert irgendwie an den Frondienst im Mittelalter.

    Die Macht geht vom Volke aus (Art. 20 GG), Demokratie findet von unten nach oben statt - und nicht umgekehrt.

    Anscheinend wird sich nun der mittlerweile frustierte und wahlunwillige Bürger, dessen Gros schon längst vor der vermeintlichen Allmacht des Staates bzw. Wirtschaft kapituliert hat, endlich seiner eigenen Macht bewusst.
    Rauchergesetz in Bayern, Schulreform in Hamburg, Stuttgart 21, Atompolitik, Gorleben und Asse - das Volk macht im Sinne des Grundgesetzes mobil, und das ist im Sinne der Demokratie gut so.

    Übrigens - in Deutschland wurde der Adel im Jahr 1919 endgültig abgeschafft ...

    Ein gesunder, sozial verantwortungsvoller Kapitalismus, in dem die Leistung eines Jeden entsprechend honoriert wird und in dem auch Platz für die Leistungsunfähigen (nicht -unwilligen!) ist, das ist (m)ein Ziel.
    Der jetzige Kapitalismus ist genauso krank, wie es der Kommunismus in der DDR, der Sowietunion und anderen, politisch ähnlich orientierten Staaten war und ist - ein Krebsgeschwür, das zum Ende der jeweiligen Gesellschaft führt.


    Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen
    (Jean Paul)

    So manche Tradition verdient es gepflegt und aufrechterhalten zu werden, dazu muss man nicht zwangsläufig "von Gestern" sein - und vor Allem muss man dazu kein Wähler rechter oder linker Parteien sein !

    Solange aber die gute alte Tradition "Ich war's nicht, die Anderen sind schuld ..." nicht endlich der Erkenntnis und dem Schneid zur Übernahme eigener Verantwortung weicht,

    - auch wenn es erworbene Pfründe und Bequemlichkeit kostet,
    - solange Regeln und Gesetze für alle Anderen gemacht werden, nur nicht für einen selbst,
    - solange in bestimmten Bevölkerungsschichten
    (siehe oben) soziale Inkompetenz und Impotenz zum guten Ton gehören,

    - solange wird der Werbegag "Du bist Deutschland" seinen surrealen Beigeschmack behalten und
    - solange wird die extreme Rechte und Linke Nachwuchs in den Reihen der unreflektierend Suchenden rekrutieren können

    Aber immerhin kann dadurch eine andere, gute, alte deutsche Tradition weiterhin am Leben erhalten werden - das Jammern, unter anderem über den Werteverlust unserer "Gemeinschaft" !

    Die glücklichsten Sklaven sind die erbittersten Feinde der Freiheit
    (Marie von Ebner-Eschenbach)

    Parteiräson, falsche Loyalität und Angst sind der Tod der Demokratie !

    Freiheit ist zwar manchmal anstrengend, aber ich denke und verantworte selber !

    Mein persönliches Glaubensbekenntnis und meine persönlichen Gebote

     


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