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Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde
sein zu können, muss man vor allem Schaf sein.
(Albert Einstein)
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Klimaschutz - hohle politische Lippenbekenntnisse
Mir reichen unsere mittlerweile bis zu fünf Hochwasser
pro Jahr, wochenlange Dürreperioden und auch die ein bis zwei Orkane
bundesweit völlig aus - auf Rasenmähen im Dezember oder Januar
verspüre ich absolut keine Lust.
Von den bei diesen "Jahrhundertereignissen" entstandenen und
noch entstehenden volkswirtschaftlichen Schäden "profitieren"
wir aber wenigstens alle - alleine schon durch die zwangsläufig steigenden
Versicherungsprämien bzw. dadurch, dass bestimmte Schäden einfach
nicht mehr versichert werden können.
Ausser dass ich selbst in Fliesswassernnähe wohne und somit jedes
Hochwasser mit Unbehagen beobachte bescheren diese Umweltereignisse u.a.
auch fischereiliche Probleme.
Je kälter und sauberer das Wasser desto mehr Sauerstoff kann
darin gebunden werden - die Lebensgrundlage auch für alle Wasserorganismen.
Mit der prognostizierten Erwärmung der Umwelt und somit unserer Gewässer
schwindet also auch der im Wasser gebundene Sauerstoff.
Ein hoher Sauerstoffgehalt (kaltes Wasser)
ist Lebensgrundlage für einige einheimische Fischarten wie z.B. die
Bachforelle
und die Mühlkoppe.
Aber damit nicht genug, Fischarten wie bspw. Bachforelle, Seesaibling
und Rutte
sind sogenannte Winterlaicher, sie pflanzen sich in der kalten Jahreszeit
fort und benötigen dazu neben geeigneten Ablaichmöglichkeiten
(Stichwort Kieslaicher) die dann herrschenden
niedrigen Wassertemperaturen.
Sind diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben findet auch kein Ablaichvorgang
mehr statt, die Fischart ist zum Aussterben verurteilt bzw. der Bestand
kann nur noch durch künstliche Erbrütung aufrecht erhalten werden
- Reagenzglasfische.
Zudem sind diese Ablaichvorgänge - der Laich und die Fischbrut -
ein wichtiges Glied in einer bestimmten Nahrungskette - der Grössere
frisst den Kleineren.
Fällt eines dieser Glieder aus kann es zum Zusammenbruch der kompletten
Nahrungskette kommen - zum Schaden des Menschen, der letztendlich am Ende
vieler Nahrungsketten steht.
Dazu kommt, dass begünstigt durch die Klimaerwärmung Fisch-
und andere Tierarten zuwandern und sich etablieren können, die hier
nicht heimisch sind, aber als Nahrungskonkurrenten, durch aggressive Revierbehauptung,
überproportionale Vermehrungsraten und eingeschleppte Krankheiten
auch unsere einheimische Unterwasserwelt bedrohen.
Die Schwarzmeergrundelpopulation (Kessler- und Marmorierte Grundel)
im Main ist ein schönes Beispiel für die rücksichtslosen
und nachhaltigen Eingriffe des Menschen in die Natur, nicht nur indirekt
über die von ihm verursachte Klimaerwärmung, hier hat er ganz
direkt seine Hände im Spiel. Dummheit und Gier kennen eben keine
Grenzen, alles andere interessiert nicht ...
Der Mensch verband mit dem Rhein-Main-Donau-Kanal zwei Gewässersysteme,
die vorher keine direkte Verbindung hatten. Durch diese natürliche
Wassergrenze (Wasserscheide) zwischen Nord
und Süd konnten sich bestimmte räumlich begrenzte Arten entwickeln.
So war das natürliche Verbreitungsgebiet des europäischen Aales
(der laicht im Westatlantik) auf die Gewässer
nördlich der Donau beschränkt, südlich davon kamen natürliche
Aalbestände nicht vor.
In Südbayern dagegen kommen einige Fischarten vor (z.B. Zingel, Streber,
Schrätzer,
Renke ,
Huchen) die an das Gewässersystem bzw. die Biotope der Donau gebunden
sind/waren.
Nun haben also nicht nur die Lastkähne "freie Fahrt" vom
Schwarzen Meer bis zur Nordsee bzw. dem Atlantik.
Den Laichräuber Aal interessiert es nicht, ob er durch das Gelege
eines Zingel (der Fisch ist streng geschützt)
satt wird und die Schwarzmeergrundeln interssiert es nicht,
ob sie unseren einheimischen Gründling verdrängen, sie folgen
ihrem Instinkt - den Mensch als angeblich denkendes Wesen hätte es
interessieren müssen.
Eine subtropische Spinne oder Schlange ist sicherlich auch früher
hin und wieder mal mit einer Schiffsladung Bananen oder ähnlichem
nach Deutschland gekommen. Selbst in einem guten Versteck haben sie den
Hafen damals wohl nicht verlassen, denn das kühle Klima war für
diese Tierchen nicht geeignet, sie verendeten.
Tigermücke
und Dornfinger
sind hier mittlerweile regional schon etabliert und nicht nur diese beiden
"Klimaeinwanderer" werden uns vor neue Herausforderungen stellen.
Wirft man mal einen Blick über den nationalen Tellerrand hinaus
so stellt man fest, dass auf dieser Welt mittlerweile Regionen "absaufen",
die nichts oder kaum etwas zu dieser Klimaentwicklung beigetragen haben
- weil es dort nämlich keine, oder kaum Autos und Industrie gibt,
sie aber das Verhalten der sogenannten Industrienationen im wahrsten Sinne
des Wortes ausbaden dürfen.
Die Australier darf man dabei natürlich nicht vergessen - die saufen
nicht ab, die werden inzwischen gegrillt - ohne lästigen UV-Filter
in der Atmosphäre.
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Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und
die menschliche Dummheit.
Aber beim Universum bin ich mir noch nicht sicher.
(Albert Einstein)
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Der Mensch wird es in weniger als 200 Jahren geschafft haben, die weltweiten
Erdöl- und Erdgasvorkommen restlos auszubeuten - welche vorher Jahrmillionen
gebraucht haben, um zu entstehen. Nach wissenschaftlichen Berechnungen ist
dieser Zeitpunkt in wenigen Jahrzehnten gekommen - Stichwort "Globales
Ölfördermaximum".
Die meisten Menschen haben wohl immer noch nicht realisiert, dass
wir auf einer Kugel wohnen, die frei im Weltall schwebt - es "läuft
also nichts nach", weder Öl, frisches Wasser, Sauerstoff noch
sonstiges.
Haushalten und Recycling wären also eigentlich schon lange angesagt,
aber wir gehen mit unseren Ressourcen weiterhin um, als gäbe es sie
zum Nulltarif. Der Preis, den wir dafür zahlen müssen, ist aber
bereits festgelegt - von uns selbst !
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Das Schlechte gewinnt durch die Nachahmung
an Ansehen, das Gute verliert dabei.
(Friedrich Nietzsche)
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Finanzen, Manager und Politiker
Zur Gewinnoptimierung ist heute jedes Mittel Recht, und
genau dieses obszöne Verhalten - von Politik und Management seit
Jahrzehnten vorgelebt und immer auf's Neue gesteigert - hat aus unserer
Gesellschaft eine "Spass-Gesellschaft" gemacht, die heute keinerlei
Rücksicht mehr kennt, weder auf Mensch, noch auf Natur.
Spass-Gesellschaft - die Mentalität, alles bis zum Letzten auszureizen
und auszubeuten - für mich ein verniedlichender Begriff für
hemmungslosen und rücksichtslosen Egoismus - "nach mir die Sintflut
... ".
Da werden u.a. mit Börsen-Spekulationsgeschäften
auf Kosten der Ärmsten der Armen Milliardengewinne eingefahren -
bspw. Weizen/Flutkatastrophe Pakistan - wo liegen die Ursachen für
diese fehlende Empathie,
diese gnadenlose Rücksichtslosigkeit gegenüber den Mitmenschen?
Wurden diese emotionalen Abfallstücke der menschlichen Gesellschaft
unter sterilen Bedingungen im Labor mit der Flasche aufgezogen?
Wie pervers das Ganze ist, stellt sich auch an vielen Beispielen in Deutschland
dar - eines der "schönsten" ist die Firma, die Milliardenumsätze
macht, daraufhin tausende von Mitarbeitern entlässt und deren Aktienkurs
dadurch kräftig steigt - und die, wie zur Belohnung, natürlich
kräftig auf Kosten des Steuersäckels gesponsort wird. Das wird
die entlassenen Mitarbeiter sicherlich freuen, vermutlich halten sie ja
ein paar dieser nun im Wert gestiegenen Aktien, zu deren Anstieg sie ja
im doppelten Sinne beigetragen haben ...
Von Staatsseite kann man hier z.B. die Erbschaftssteuer aufführen
- wie oft wurde vererbtes Geld schon versteuert, beim Verdienen, beim
Sparen, beim Investieren in die Altervorsorge in Form von Immobilien und
jetzt beim Weitergeben an die Kinder - und die müssen dann gegebenenfalls
später das Ererbte wieder als Gespartes versteuern.
Der kleine Steuerzahler wird förmlich ausgewrungen - Kleinvieh macht
bekanntlich den meisten Mist - denn der Diätentopf des politischen
Selbstbedienungsladens muss ja wohlgefüllt sein und auch die Grosskonzerne
wollen gesponsort werden.
Wenn heutzutage Geld ins Spiel kommt, herrscht Zeckenmentalität und
moderner Sklavenhandel, die Moral und die soziale Verantwortung bleiben
auf der Strecke - und das alles ohne den Hauch eines schlechten Gewissens.
Als ich noch zur Schule ging reichte es bei einer Schulhofprügelei,
wenn man den Gegner zu Boden gerungen hatte - heute wird auf den am Boden
Liegenden noch eingetreten. Wo sind die natürlichen Schamgrenzen
geblieben ?
Wenn es früher in einem Betrieb eine Auftragsflaute gab, dann war
der Chef der Erste, der auf seine Tantiemen verzichtete - ein väterliches
Vorbild - weit bevor er seinen Arbeitern den Lohn kürzte.
Wo ist dieses familiäre Verantwortungsbewusstsein für die Mitarbeiter
und die soziale Identifikation mit dem Betrieb geblieben - gerade die
älteren Manager der Heuschreckengeneration durften sie als Lehrbuben
noch geniessen ?
"Higher, bigger, faster" hat diese "alten" Werte abgelöst
- die sogenannte Führungselite kommt heutzutage trockenen Fusses
durch jeden Sumpf der wirtschaftlichen Probleme - auf den Köpfen
der Mitarbeiter, es reicht ja, wenn die bis zum Hals darin stecken.
Unwerte selbsternannte "Herrschaften" in Politik
und Management - werdet selber erstmal wieder glaubwürdig und lebt
das vor, was ihr von Volk und Mitarbeitern fordert. Wasser predigen und
selber Wein saufen dient ganz sicher nicht dazu ... !
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Mehr als die Vergangenheit interessiert mich
die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
(Albert Einstein)
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Unsere Politiker auf allen Ebenen haben anscheinend völlig vergessen,
wem sie "Amt und Würden" zu verdanken haben - Bodenhaftung
ist in diesem Metier meistens Fehlanzeige.
Sie sind vom Volk gewählte Vertreter mit politischer Halbwertzeit,
sie sollen den Wähler (= Steuerzahler) vertreten - und nicht irgendwelche
Lobbyisten.
Welcher Hund beisst schon in die Hand, die ihn füttert ? Sollte man
meinen ...
Dem breiten Volk wird permanent in die Hand gebissen - die Frage stellt
sich also, wer füttert da noch ... ?!
Von unseren Steuern werden unsere Volksvertreter bezahlt
- und die bedienen sich kräftig aus diesem Topf.
Es wurde und wird damit Staatsvermögen (= Steuerzahlervermögen)
geschaffen, welches eben diese Leute sinnvoll zu verwalten haben - dabei
mutieren biedere Handwerker, Beamte und Angestellte auf einmal zu Finanz-
und Umweltexperten, der Wähler hat es so gewollt.
Es darf also nicht sein, dass unser Staatsvermögen
dazu eingesetzt wird, uns und unseren Lebensraum (mithin unsere Zukunft)
weiter zu gefährden oder uns anderweitig zu schaden.
Das einzige, wirklich globale Problem, das wir inzwischen
alle haben, ist das Klima - alles andere, was uns als "Globalisierung"
verkauft wird, dient der Gewinnmaximierung einiger Weniger - auf Kosten
aller - und das Zahlungsmittel, mit dem wir "zur Kasse" gebeten
werden, heisst nicht Geld ... !
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Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in
deiner Person als auch in der Person
eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß
als Mittel brauchst!
(Immanuel Kant - Der kategorische Imperativ)
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Mein Sohn kam im September 1985 zur Welt - im April 1986
geschah der Super-Gau von Tschernobyl, die Kernschmelze des russischen
Atomkraftwerks.
Da zu diesem Zeitpunkt auch das langsame Abstillen unseres Sohnes stattfand,
waren wir auf entsprechende Ergänzungsnahrung angewiesen - es war
bspw. quasi kein nicht-kontaminiertes Milchpulver mehr zu bekommen, es
durfte nicht mehr verkauft werden.
Dieses kontaminierte Milchpulver wurde aber nicht etwa vernichtet - nein,
wir sind ja eine grosszügige Nation - dieses kontaminierte Milchpulver
wurde dem schwarzen Kontinent zur Verfügung gestellt, so konnte man
den "kleinen Negerlein" ja noch etwas "Gutes" tun.
In Wirklichkeit kam dieses "grosszügige Geschenk" die Industrie
billiger, als wenn sie das Zeug hätte entsorgen müssen - rücksichtsloser
Profit um wirklich jeden Preis !!!
Europa, Nordamerika und Australien müssen anderen
Staaten die Chance geben, wirtschaftlichen Anschluss zu finden - oder
sind unsere "Dritte-Welt-Läden" bereits zu einem Alibi-Wirtschaftsfaktor
verkommen ?!
Dies wird nicht ohne Beeinträchtigung von Natur und Klima gehen.
Wir selbst haben uns dieses "Privileg" in den letzten Jahrzehnten
einfach herausgenommen, auch auf (Klima-)Kosten der bisher wirtschaftlich
benachteiligten Nationen, und es ist an der Zeit, dass wir nun zurückstecken,
um diese noch anstehenden Umweltbelastungen auszugleichen und nicht noch
zu erhöhen.
Wirtschaftswachstum um jeden Preis darf es bei uns nicht mehr geben -
hätte es nie geben dürfen - denn erst, wenn diese bisher benachteiligten
Länder den Anschluss an die Weltwirtschaft vollzogen haben, können
wir mit ihnen auf Augenhöhe über Klimaschutz diskutieren. Alles
andere gleicht einer wirtschaftlichen Unterjochung dieser Nationen und
führt früher oder später zu militärischer und klimatischer
Eskalation - Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem
Anderen zu.
Eine Schraube, in unserem Fall das Klima, kann man nur
bis zum Anschlag in das Gewinde drehen - dreht man weiter, reisst der
Kopf ab ...
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Der Gescheitere gibt nach - ein unsterbliches
Wort.
Es begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
(Marie von Ebner-Eschenbach)
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Es gibt für jeden von uns mehrere Möglichkeiten, sich an der
Politik aktiv zu beteiligen. Die einfachste ist die verbale Meinungsäusserung,
Stellung zu aktuellen Themen zu beziehen, sei es am Stammtisch, gegenüber
dem Nachbarn, im Internet oder sonstwo.
Eine weitere ist es, zur Wahl zu gehen und sogenannte Volksvertreter für
ihr unsinniges Tun mit einem Kreuzchen an anderer Stelle abzustrafen - und
eine dritte ist die Form einer schriftlichen Eingabe zu einem bestimmten
Thema,
(m)eine
Petition - Klick hier
Am 12.12.2007 wurde mir die Entscheidung über meine Petition
schriftlich zugestellt - hier
ist sie online als PDF-Datei nachzulesen.
Da ich mit einer Ablehnung unter dieser für mich nicht nachvollziehbaren
Begründung nicht einverstanden bin, habe ich von dem jedem zustehenden
Recht Gebrauch gemacht und gegen diese Entscheidung am 13.12.2007 Widerspruch
eingelegt - nachzulesen hier -
die schriftliche Eingangsbestätigung des Deutschen Bundestages erreichte
mich am 10.01.2008.
Auch mein Widerspruch wurde mit Schreiben vom 01.12.2008 abgelehnt
- nachzulesen hier -
mit der Begründung, dass der Bund in diesem Fall keine Möglichkeit
des Eingreifens hat, da die Planungshoheit bei den Kommunen liegt.
Das heisst für mich, die Städte und Gemeinden können,
zumindest was ihre Flächennutzung angeht, hemmungslos auch global
umweltschädigende Entscheidungen treffen, es gibt kein Gremium das
sie in die Schranken weist.
Tolle Aussichten für den globalen
Klimaschutz - da sind wohl politische Schildbürger am Werk ?!
Eine weitere, für mich im Ansatz sehr sinnvolle Petition habe
ich mitgezeichnet - Kraftfahrzeugsteuer:
Umlegung auf den Mineralölpreis. Hier wird gefordert, dass die
Kfz-Steuer abgeschafft und auf den Treibstoffpreis umgelegt wird - nach
dem Verursacherprinzip "wer viel fährt, der zahlt auch viel".
Es darf nicht sein, dass Bürger, die lediglich ein zugelassenes Kfz
in der Garage stehen haben diejenigen mitfinanzieren, die zum Semmelholen
mit dem Auto fahren oder in der Freizeit bei Motorsportveranstaltungen
den Sprit hektoliterweise durch den Auspuff jagen.
Eine solche Änderung ist allerdings nur sinnvoll, wenn die Kilometerpauschale
für zwangsweise berufsbedingte Pendler, die über keinen oder
einen schlechten Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel verfügen,
entsprechend reformiert wird.
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Die Kilometerpauschale-Argumentation der Städter "Dann
sollen die Pendler halt zu ihrem Arbeitsplatz in die Stadt ziehen
..." lasse ich nicht gelten. Wenn alle Pendler in die Stadt zögen,
dann könnten die dortigen Bewohner ihr durch den gut ausgebauten
öffentlichen Nahverkehr gespartes Spritgeld an ihren Vermieter
überweisen - der Wohnraum würde knapp und die Mieten würden
steigen. |
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Die Argumentation der Landbevölkerung "Ich will
aber auch mal ins Theater oder ins Kino ..." lasse ich auch
nicht gelten - der Städter ist sicher an solchen Einrichtungen
näher dran, dafür zahlt er auch eine höhere Miete.
Und wer mit dem Auto aus der Stadt in die Natur will, der zahlt eben
für das umgekehrte Vergnügen. |
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Den Benzol-Junkies und Motorsportfreaks kann ich nur sagen: Jeder
muss seine Passion selber finanzieren können - das Einfachste
wäre es, die entstehenden höheren Kosten auf die Eintrittspreise
bei entsprechenden Veranstaltungen umzulegen. Für eine Ur-Aufführung
oder eine besondere Inszenierung wird auch im Theater von den Besuchern
gerne mehr bezahlt. Exklusiver Spass hat nun mal seinen Preis ... |
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Wer die Wahrheit nicht weiß, ist ein
Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein
Verbrecher.
(Bertolt Brecht)
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Wer sich der Klimaschutz-Problematik blind verschliesst, der gehört
für mich zu den "ewig Gestrigen" - und wer nicht mit der
Zeit geht, der geht mit der Zeit - dummerweise gehen dann alle anderen
mit ...
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"Ich hatte keine Lust, zur Wahl zu gehen,
was soll man denn heute wählen ... ?!"
(Anonymer Nichtwähler)
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Ein fataler Fehler, denn ...
... ein Thema, das von allen Parteien gerne totgeschwiegen wird, weil
alle davon profitieren, ist die Wahlkampfbeihilfe.
Die wird jeder Partei nach einer Wahl aus dem Steuersäckel gewährt,
abhängig von der jeweiligen Anzahl der Stimmenabgaben.
Schlimm genug, dass der Steuerzahler so den Wahlkampf der Parteien ohne
seine Zustimmung mitfinanzieren muss.
Richtig hinterhältig wird die Sache aber dadurch, dass auch die nicht
abgegebenen Stimmen in die Wahlkampfbeihilfe mit einfliessen - diese werden
prozentual der Stimmgewinne auf die einzelnen Parteien umgelegt.
Lediglich ungültige
Stimmen sind nicht "beihilfefähig", dafür sehen die
Parteien keinen Cent !
Wenn man bspw. bei einer Bundestagswahl von ca. 62 Millionen Stimmberechtigten
ausgeht, deren einzelne Stimmabgabe (oder Nichtabgabe !) m.W. mit ca.
0,80 Euro/Stimme "honoriert" wird, so kann man sich leicht ausrechnen,
welche immensen Kosten damit dem Steuerzahler zur Last fallen - und darin
sind noch nicht einmal die dabei anfallenden Verwaltungskosten enthalten
!
Ich kann also jedem "Wahlmüden" nur dringend raten,
von seinem Wahlrecht Gebrauch und ggf. den Stimmzettel ungültig zu
machen, bspw., indem man den Stimmzettel komplett durchstreicht nach dem
Motto "ich hab euch alle lieb ..."- der Trend sollte vom "Nichtwähler"
zum "Wahlverweigerer" gehen. Da laut
EAV "das Böse immer und überall ist", sollte
man eine leere Abgabe des Stimmzettels möglichst vermeiden - ein
gesundes Misstrauen hat noch nie geschadet.
Auf den ungültigen Wahlscheinen gern gelesen, wie ich aus
eigener Erfahrung als Wahlhelfer bzw. Wahllokalleiter weiss, werden sinn-
und/oder humorvolle Fußnoten, die sich auf bestimmte Mißstände
beziehen - sie lockern die ansich trockene Stimmauszählung auf.
Kommentare könnten, themenbezogen, z.B. lauten: "Leider
muss ich den Bewerbern eine Absage erteilen, keiner erfüllt das geforderte
Profil - anbei erhalten Sie unfrankiert ihre Bewerbungsunterlagen zurück"
oder "Wegen unzureichender Qualifikation/fehlendem Profil konnte
ich ihre Bewerbung nicht berücksichtigen".
So wird einerseits deutlich dokumentiert, dass man mit keiner der
angebotenen Möglichkeiten einverstanden ist - Nichtwähler lassen
immer Raum zur Spekulation, warum die Wahlbeteiligung zu gering war (zu
schlechtes Wetter, zu schönes Wetter etc.) - und andererseits spart
man damit dem Steuerzahler (somit sich selbst) bares Geld, was bei einem
"Nicht-zur-Wahl-gehen" trotzdem den ungeliebten Parteien zugute
kommen würde.
Stell dir mal vor, alle "Mitglieder" der grössten hier
existierende "Partei" - Die Nichtwähler - gehen zur Wahl
und machen ihre Stimmen ungültig - das würde ein millionenschweres
Vermögen im Steuersäckel lassen !
Ich erwarte für meine Stimme eine vorausschauende, langfristig
angelegte Politik für das breite Volk - und keine kurzfristigen populistischen
Entscheidungen im Sinne einiger Weniger!
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Nur weil Zwei dasselbe tun muss es deswegen
noch lange nicht richtig sein
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*** Zynismus-Modus ein
***
Vielen Dank übrigens an unsere Abgeordneten im Deutschen Bundestag
für die sich 2007 selbst genehmigte und redlich verdiente satte Diätenerhöhung
von 9,4 % - in Selbstanerkennung ihrer eigenen Verdienste und auf
Kosten des kleinen Mannes, der ist ja ohnehin gezwungen zu sparen.
Ebenso natürlich für das neue Privileg unserer "Volkszertreter",
bereits nach einem Jahr Bundestagszugehörigkeit eine Pensionsberechtigung
zu erwerben, statt vorher nach acht Jahren.
Das Leben als Abgeordneter ist eben anstrengender und
aufzehrender geworden - schlaflose Nächte durch Suchen nach öffentlichen
Erklärungen für das politische Versagen Anderer (ich
versage nie) und gleichzeitig Problemlösungen finden: Wie
ziehe ich meinem Wähler noch mehr Geld aus der Tasche, um meine Diäten
nicht zu gefährden - und das Alles ohne dass er's merkt ...
Da tut die Senkung des Versorgungsanspruches für
jedes Parlamentsjahr von 3% auf 2,5 % natürlich besonders weh, genauso
wie die Erhöhung der Lebensarbeitszeit von 65 auf 67 Jahre - sowas
könnte man fast als unzumutbare Härte bezeichnen.
*** Zynismus-Modus aus ***
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Wenn die Wahrheit zu schwach ist sich zu verteidigen,
muss sie zum Angriff übergehen.
(Bertolt Brecht)
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So manche Äusserung und manches Tun unserer Politiker deutet
eine gewisse Form von Demokratieresistenz und selbstgefälligem Egoismus
an, dem kann man eigentlich nur eine gewisse Form von Demokratierenitenz
entgegenhalten !
Genau dafür gibt es Wahlen und Kreuzchen auf dem
Stimmzettel - auch gaaanz grosse Kreuzchen ...
Wenn ein Drachen im Wind unkontrolliert an der Leine zieht, dann bringe
ich ihn kontrolliert zum Absturz, damit er keinen Schaden anrichtet.
Das Volk wählt und kontrolliert seine Vertreter - und nicht umgekehrt
!
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Viele Leute glauben, wenn sie einen Fehler
erst eingestanden haben,
dann brauchen sie ihn nicht mehr abzulegen.
(Marie von Ebner-Eschenbach)
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Finanzkrise November 2008 - Die Kleinen
straft das Leben, den Grossen hilft der Staat
Opel bettelt um staatlichen Beistand, weil die Amerikaner lieber mit
8 Liter Hubraum statt 80 Gramm Gehirn Auto fahren wollen, die Hypo Real
Estate Bank kriegt ihn schon und andere werden folgen.
Die Commerzbank bewirbt die abendliche Wettervorhersage mit der sinngemässen
Aussage "Mit Geld kenne man sich aus ..." - wollen die uns auf
den Arm nehmen, fehlt da das Schuldgefühl oder ist das einfach dummdreist
?
Obszön hohe Managergehälter sind seitens der Unternehmen
teilweise von der Steuer absetzbar, Flugbenzin wird staatlicherseits gesponsort,
Subventionen hier, Subventionen da - und immer die Drohung der Unternehmen
und Verbände im Hintergrund "sonst kostet es Arbeitsplätze"
- ja wo sammer denn ?
Der Benzinpreis fällt weiter, obwohl die Ölfördermengen
gedrosselt wurden, die Metallpreise sacken innerhalb von Stunden in sich
zusammen, als hätte man ihnen die Luft rausgelassen - kriminelle
und skrupellose Gierhälse haben diese globalen Ballons künstlich
aufgeblasen.
Und der Staat soll nun für verfehlte Unternehmenspolitik und
rücksichtslose Spekulanten geradestehen, für Versager ohne jegliches
Moralgefühl, die ihm schon vorher das Geld dubios aus der Tasche
gezogen haben - wir säugen parasitäre Erpresser an unserer Steuerzahlerbrust
!
Diese nimmersatten Gierhälse sollen mit dem wirtschaften, was
sie erwirtschaftet haben - so muss es jede Familie und jeder Kleinunternehmer
machen, sonst steht irgendwann nichts mehr zu essen auf dem Tisch. Wenn
bei einer Hartz IV-Familie am Ende vom Geld noch einiges an Monat übrig
bleibt, dann greift der Staat auch nicht helfend ein.
Wieviele Arbeitnehmer wurden erst durch die Fehlentscheidungen von
Politik und Wirtschaft zu Hartz IV'lern ?
Wieviele Arbeitnehmer können heute trotz zwei oder drei Jobs ihre
Familien finanziell nur gerade so über Wasser halten ?
Und wieviele sogenannte "wirtschaftliche Eliten", ausgestattet
mit Mega-Gehältern, durften Volksvermögen vernichten und die
Hartz IV-Landschaft um weitere Schicksale bereichern, indem sie Unternehmen
an die Wand fuhren - und wurden dafür mit satten Abfindungen entlohnt
?
Und nicht genug damit, sie dürfen es anschliessend bei einem anderen
Unternehmen erneut versuchen.
Wieviele Politiker durften und dürfen weiterhin hemmungslos Steuergelder
verschwenden, als wäre es Spielgeld - mit der maximalen Konsequenz,
dass sie nach gescheiterter Wiederwahl mit einem Aufsichtsratsposten oder
einer Stelle als Wirtschaftberater/Lobbyist "bestraft" wurden
und werden ?
Im "schlimmsten" Fall droht die Pensionierung - mit einem monatlichen
Ruhegehalt, von dem eine mehrköpfige Familie monatelang entspannt
leben könnte.
Wenn einem kleinen Arbeitnehmer ein vergleichsweise schwerer Fehler
unterläuft, dann steht sein Stuhl vor der Firmentür und er wird
... ? Richtig, Hartz IV'ler !
Glücklich darf sich dagegen der kleine Mitarbeiter eines Dax-Unternehmens
schätzen, wenn er ein paar Aktien der eigenen Firma hält - so
profitiert er wenigstens noch von seiner eigenen Entlassung, dann werden
nämlich die Aktienkurse wieder steigen. Auch eine Form von Entschädigung
...
Können Sozialstaat-Terroristen eigentlich lebenslänglich bekommen
- lebenslänglich Hartz IV meine ich ?
Apropos Hartz IV - wissenswertes zum Namensgeber dieses Modells findet
man hier
...
Gedanken zum neuen Jahr
Neue Presse - Leserbrief vom 31.12.2008
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Wer hilft dem normalen Steuerzahler?
Zum Thema Wirtschaftspolitik:
Was passiert eigentlich mit den Überproduktionen der spritfressenden
Neuwagen, die jetzt massenweise auf Halde stehen, weil sie keiner
mehr kaufen will - erstens weil das ökologische Bewusstsein
anscheinend stärker geworden ist und zweitens weil momentan
einfach die Kaufkraft fehlt ?
Selbst wenn die Krise irgendwann überwunden ist und die
Kaufkraft wieder einsetzt stehen diese Fahrzeuge bis dahin monate-,
vielleicht sogar jahrelang ungenutzt herum.
Das lange Stehen löst bei Inbetriebnahme wahrscheinlich technische
Probleme aus, im Extremfall einen Motorschaden, da sich während
der langen Standzeit sämtlich Betriebs- und Schmiermittel am
tiefsten Punkt des jeweiligen Kreislaufes sammeln.
Dazu ist die Technik veraltet, zum Neuwagenpreis sind die Fahrzeuge
also nicht mehr zu verkaufen.
Die Treibstoffpreise werden wieder steigen, dafür sorgen
die Öl-Multis - die Klima-Temperaturen auch, dafür sorgen
wir - und die überwiegende Anzahl dieser Fahrzeuge wird sich
nicht mehr verkaufen lassen, sie müssen also recycled, weiterverwertet
oder umgebaut werden - ein Milliardengrab.
Wenn der Neuwagenschrott recycled wird, dann müssen die
einzelnen Werkstoffe (Karosserie, Innenverkleidungen, Leitungen,
Betriebsmittel etc.) getrennt werden, entstehen dadurch vielleicht
zeitweise neue Arbeitsplätze wie Kfz-Deinstallateur, Karosserie-Rückbauer,
Innenraum-Entkleider o.ä. ?
Sind diese anfallenden Kosten und Verluste in den Krediten aus
Steuermitteln enthalten, die der Automobilindustrie bisher zugesprochen
wurden, oder wird der Steuerzahler dann erneut zur Kasse gebeten
?
Zahlt der kleine Mann dann wieder mal die Zeche für die verfehlte
Wirtschaftspolitik einiger Nieten in Nadelstreifen ?
Wo ist als stinknormaler Steuerzahler und OttoNormalverbraucher
eigentlich mein Netz, das mich auffängt bzw. mein doppelter
Boden in dem ich verschwinden kann, wenn ich nicht mehr zahlungsfähig
bin ?
Justus Vogt
Mühlgasse 8
Ebern
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Leserbrief zu einem Artikel
der Neuen Presse vom 19.02.2009
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NP 23.02.2009
Sozialstaat verkehrt
Zu Forderungen großer Unternehmen:
Eigentlich unvorstellbar, dass sich der Automobilzulieferer
Brose in der Position wähnt, eine stark an Erpressung erinnernde
Anmahnung an die Stadt Coburg zu richten offensichtlich
auch eines dieser unverschämten Unternehmen, das die Zeichen
der Zeit noch nicht erkannt hat.
Ich denke da nur an die Schaeffler-Gruppe als alle schon
bis zur Brust in der Krise steckten, musste die unbedingt noch Continental
übernehmen. Jetzt steht ihr das Wasser bis zum Hals, das Heulen
und Zähneklappern geht los und wieder mal soll der Steuerzahler
für das Missmanagement herhalten Mithaftung durch Privatvermögen
der Verantwortlichen ausgeschlossen. Diese selbsternannte Führungselite
hat ihr Geld mit der Arbeit und teilweise auf Kosten der kleinen
Mitarbeiter gemacht und jetzt sollen genau die sie als Steuerzahler
wieder auffangen und damit ihr Vermögen sichern ?!
Nicht die Banken gehören verstaatlicht, sondern das Privatvermögen
dieser verantwortlichen Manager, um damit die von ihnen verschuldeten
Arbeitslosen finanziell aufzufangen. Und das hat nichts mit Kommunismus
zu tun, sondern mit Gerechtigkeit. Gier frisst Hirn hier
muss endlich eine Zäsur her. Diese Firmen sollen den Bach runter
gehen, Arbeitsplätze hin oder her, Schweden macht es uns mit
der Firma Saab vor.
Der Steuerzahler ist nicht die Melkkuh und das Ruhekissen dieser
selbstgefälligen Nimmersatte, bei denen der Begriff soziale
Verantwortung im Sprachschatz nicht mehr vorkommt. Diese Leute
sollen selbst die finanzielle Verantwortung für das von ihnen
Angerichtete übernehmen und einige lobbytreue Politiker gleich
mit dazu der Staat ist keine Rückversicherungsgesellschaft
für geplatzte Größenwahnträume.
Man möge sich mal überlegen, wie viele dadurch neu
hinzugekommene Hartz-IV-Familien mit den Milliardenbeträgen
unterstützt, wie viele nun notwendig gewordene Berufswechsel
gefördert werden könnten, die zurzeit in diese maroden
Banken- und Firmenfässer ohne Boden gepumpt werden, möglicherweise
auf Nimmerwiedersehen. Oder wie viele Firmengründungen mit
einem gesunden Management man damit auf den Weg bringen könnte.
Eine Investition in die arbeitswilligen und jetzt arbeitslosen
Opfer des Größenwahns hat Zukunft, nicht das künstliche
am-Leben-halten eines moralisch debilen und finanziell
heruntergewirtschafteten Konzerns, der nur darauf wartet den Laden
dicht zu machen, wenn er nur erst genug staatliche Hilfe eingesackt
hat.
Justus Vogt
Mühlgasse 8
96106 Ebern
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Jeder ehrenamtliche Vereinsvorstand muss u.U. mit seinem Privatvermögen
haften.
Die Manager- und Politiker-Rechnung ist also so simpel wie logisch:
Ein Managergehalt besteht zum grössten Teil aus dem Entgelt für
seine übernommene Verantwortung.
Diese Managergehälter sind für die Firmen/Konzerne steuerlich
absetzbar, somit tlw. vom Steuerzahler finanziert.
Versagen in der Verantwortung bedeutet angerichteter Schaden, somit Entlohnung
für nicht erbrachte Leistung ergo Haftung.
Dieses Versagen fand nicht von heute auf morgen statt, sondern über
Jahre durch eine Folge falscher Entscheidungen.
Somit wird das in diesen Tätigkeitsjahren angehäufte Privatvermögen
mit einem Selbstbehalt von sagen wir mal 10% staatlich eingezogen, um
den angerichteten Schaden zu mildern.
Damit bleibt diesen gierigen Versagern immer noch mehr Geld zum Leben,
als einer von ihnen in Hartz IV geschickten Familie.
Mit der momentan angewandten staatlichen Subventionspraxis büssen
die Opfer doppelt und dreifach, während die Verursacher ungeschoren
davon kommen.
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Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der
Welt, dass man sie ignoriert !
(Aldous Huxley)
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Was lernen
wir aus all dem ?!
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"unser" Staat hat sich zum Selbstbedienungsladen einiger Weniger
entwickelt,
- Rechtsempfinden, Treu und Glauben sind zur Phrase verkommen,
- Obszönität ist nicht nur auf das Rotlicht-Milieu beschränkt,
- Zecken gibt's nicht nur im Tierreich, und ...
- proportional frisst Macht und Geld das Hirn, das Gewissen, die Moral
und die Fähigkeit zur Selbstkritik !
Geheimverträge
der schwarzgelben Bundesregierung mit der Atomindustrie - ja, geht's noch?!
Wie weit muss die ohnehin oft bürger- und damit
demokratiefeindliche Politik eigentlich moralisch noch verkommen und uns
auf der Wählernase herum tanzen, bis die Bürger sich endlich
wehren?
Der
Fisch beginnt am Kopf zu stinken - Herzlich Willkommen auf dem "Highway
to hell" ...
Und der "kleine" Bürger, wir alle sind
Schuld daran:
Würde die gesellschaftliche Basis besser filtern - in der Schule,
im Beruf, bei Wahlen - dann würden solche Figuren erst garnicht hoch
kommen.
Nein, aus Bequemlichkeit machen wir sie auch noch zu Vorbildern - rücksichtsloser
Gebrauch der Ellenbogen und proportional dazu fehlender Charakter suggerieren
den Erfolg.
Vorbilder, denen so ziemlich alles fehlt, was ein Vorbild ausmachen sollte
- daran sollen sich unsere Kinder orientieren ... ?!
Dezember 2010
Endlich zeigt der Bürger mal Eigeninitiative - das
eigene Schicksal selbst in die Hand nehmen und nicht den pfründesichernden
Gewählten überlassen, die im Laufe der deutschen Wahljahrzehnte
und pensionssichernder Legislaturperioden immer selbstgefälliger
wurden und den Kontakt zu "ihrem" Volk völlig verloren
haben.
Die Politiker dienen schon längst nicht mehr dem Wähler - sie
dienen den Grossen der Wirtschaft und dementsprechend wird unser Land
nach Provinzfürsten- oder Feudalherrenart regiert - wer viel hat,
der bekommt noch mehr dazu und wer wenig hat, dem wird auch das noch genommen.
Nur, wer hat hier in der Bevölkerung welchen Prozentanteil - wieviele
(der gefühlten) Fürsten stehen wievielen (der von ihnen gewünschten)
Bauern gegenüber ?!
Noblesse oblige, Adel verpflichtet hiess es früher einmal,
ein Ehrenkodex - wer viel hat, der gibt davon etwas ab, im Sinne des sozialen
Friedens.
Verantwortlich sein bedeutet nicht nur für sich
selbst, sondern auch für Andere Verantwortung
zu übernehmen - der Firmeninhaber für seine Mitarbeiter, die
ihm erst zum Wohlstand verhalfen und die gewählten Volksvertreter
im Sinne des Wortes.
Verantwortung - was ehemals gesellschaftlich "geadelt" hat,
ist heute nur eine lästige, nein, lächerliche Floskel, es gibt
ja das Sicherungsnetz des Staates und seiner Steuerzahler - siehe Finanzkrise,
HRE und sonstige Finanzdilettanten - Eigenverantwortung
Fehlanzeige.
Haltlos und hemmungslos sind die heute zutreffenden Begriffe, die Prämisse
dieser selbsternannten "Eliten" - und das Volk dient als Mittel
zum Zweck, erinnert irgendwie an den Frondienst
im Mittelalter.
Die Macht geht vom Volke aus (Art.
20 GG), Demokratie findet von unten nach oben statt - und nicht umgekehrt.
Anscheinend wird sich nun der mittlerweile frustierte und wahlunwillige
Bürger, dessen Gros schon längst vor der vermeintlichen Allmacht
des Staates bzw. Wirtschaft kapituliert hat, endlich seiner eigenen Macht
bewusst.
Rauchergesetz in Bayern, Schulreform in Hamburg, Stuttgart 21, Atompolitik,
Gorleben und Asse - das Volk macht im Sinne des Grundgesetzes mobil, und
das ist im Sinne der Demokratie gut so.
Übrigens - in Deutschland wurde der Adel
im Jahr 1919 endgültig abgeschafft ...
Ein gesunder, sozial verantwortungsvoller Kapitalismus,
in dem die Leistung eines Jeden entsprechend honoriert wird und in dem
auch Platz für die Leistungsunfähigen (nicht -unwilligen!) ist,
das ist (m)ein Ziel.
Der jetzige Kapitalismus ist genauso krank, wie es der Kommunismus in
der DDR, der Sowietunion und anderen, politisch ähnlich orientierten
Staaten war und ist - ein Krebsgeschwür, das zum Ende der jeweiligen
Gesellschaft führt.
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Manche können nur fremde Meinungen, nicht
ihre eigenen berichtigen
(Jean Paul)
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So manche Tradition verdient es gepflegt und aufrechterhalten
zu werden, dazu muss man nicht zwangsläufig "von Gestern"
sein - und vor Allem muss man dazu kein Wähler rechter oder linker
Parteien sein !
Solange aber die gute alte Tradition "Ich
war's nicht, die Anderen sind schuld ..." nicht endlich
der Erkenntnis und dem Schneid zur Übernahme eigener Verantwortung
weicht,
- auch wenn es erworbene Pfründe und Bequemlichkeit
kostet,
- solange Regeln und Gesetze für alle Anderen gemacht werden, nur
nicht für einen selbst,
- solange in bestimmten Bevölkerungsschichten (siehe
oben) soziale Inkompetenz und Impotenz zum guten Ton gehören,
- solange wird der Werbegag "Du bist Deutschland"
seinen surrealen Beigeschmack behalten und
- solange wird die extreme Rechte und Linke Nachwuchs in den Reihen der
unreflektierend Suchenden rekrutieren können
Aber immerhin kann dadurch eine andere, gute, alte deutsche
Tradition weiterhin am Leben erhalten werden - das Jammern, unter anderem
über den Werteverlust unserer "Gemeinschaft" !
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Die glücklichsten Sklaven sind die erbittersten
Feinde der Freiheit
(Marie von Ebner-Eschenbach)
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Parteiräson, falsche Loyalität
und Angst sind der Tod der Demokratie !
Freiheit ist zwar manchmal anstrengend,
aber ich denke und verantworte selber !
Mein persönliches
Glaubensbekenntnis und meine persönlichen Gebote
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